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Pokémon Go – Bezahlen wir am Ende mit unseren Daten?

Die meisten wissen es bereits und doch wollen sie es nicht wahr haben: Das beliebte Smartphone-Game Pokémon Go hat mehr Rechte auf dem Handy als so manchem eingefleischten Pokémon-Fan lieb wäre. Was die App alles darf und was damit für Risiken in Verbindung stehen, darüber werde ich heute aufklären.

Es beginnt bereits bei den Nutzungsbedingungen. Diese entpuppen sich als so lang und kompliziert, dass sie selbst jede chinesische Gebrauchsanweisung in den Schatten stellen könnten. Sie sollen dem Nutzer auf 20 Seiten vermitteln, was die App alles darf und vor allem, was sie mit euren persönlichen Daten tun wird.  Es dürfte als selbstverständlich erscheinen, dass sich wohl kaum jemand diesen Roman von Nutzungsbedingung  durchlesen wird. Einige Juristen haben es allerdings trotzdem getan und kamen zu interessanten Erkenntnissen.

Der Hersteller Niantic verfügt quasi über jedwede Rechte eure Daten an Dritte weiterzugeben oder selbst zu verwerten. Dabei sei besonders bedenklich, dass deutsche Pokékom Go Nutzer noch nicht einmal die Möglichkeit hätten, die Löschung ihrer persönlichen Daten zu einem späteren Zeitpunkt durchzusetzen.

Doch nicht nur Niantic profitiert von der Datenflut seiner Nutzer, denn Pokémon Go übermittelt die Nutzerdaten, zu denen Bewegungsprofile, das Auslesen des Telefonspeichers oder Aktivitätsprotokolle gehören auch noch an drei weitere Firmen mit Sitz in Kalifornien. Bei diesen Firmen – Unity Technologies, Apteligent und Upsight – handelt es sich um Unternehmen, die ihr Geld damit verdienen Nutzerdaten auszuwerten und für Werbezwecke zu nutzen. Höchst bedenklich, finden Datenschützer. Dass die App im Play- oder Apple Store kostenlos angeboten wird, kommt allerdings nicht von irgendwo her. Am Ende bezahlen die Nutzer nämlich doch – mit ihren Daten.